Essstörungen

Laut des Bundesministeriums für Gesundheit gehören Essstörungen zu den häufigsten chronischen psychischen Störungen im Erwachsenenalter. Die Entwicklung einer Essstörung beginnt zumeist bereits im Jugend- oder jungen Erwachsenenalter.

Im Wesentlichen werden drei Hauptformen unterschieden:

  • die Anorexie (Magersucht),
  • die Bulimie (Ess-Brech-Sucht) und
  • die Binge-Eating-Störung (regelmäßig auftretende Essanfälle ohne gewichtsregulierende Maßnahmen).

Häufig treten Essstörungen als Mischformen auf.

Die Einflüsse, die zur Entstehung von Essstörungen beitragen, sind vielfältig und reichen von individuellen, familiären, biologischen bis hin zu sozio-kulturellen Faktoren.

Damit Essstörungen möglichst früh erkannt werden, gilt es, die Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren und Betroffene und Angehörige zu informieren. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) als Behörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) bietet daher ein umfangreiches Informationsangebot an. Dazu zählt unter anderem die Internetseite https://essstoerungen.bioeg.de, auf der Betroffene, Interessierte und Fachkräfte Informationen zu den einzelnen Krankheitsbildern, auslösenden Faktoren und zu Beratungs- und Therapiemöglichkeiten erhalten. Darüber hinaus können verschiedene Medien wie Broschüren, Flyer oder Filme zu Essstörungen eingesehen und bestellt werden.

Das BMG arbeitet eng mit einem Fachgremium zusammen, das regelmäßig im BMG tagt. Dem Fachgremium gehören die maßgeblichen Fachgesellschaften, Verbände, Expertinnen und Experten sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Themenbereich Essstörungen an.

Für den Umgang mit Essstörungen wird ein integrierter Ansatz benötigt. Im Rahmen des Fachgremiums wurden daher Empfehlungen zur integrierten Versorgung bei Essstörungen in Deutschland erarbeitet und vom BIÖG veröffentlicht. Diese Empfehlungen zeigen auf, wie ein umfassendes Angebot gestaltet sein muss, wobei insbesondere die Übergänge und Schnittstellen zwischen Prävention, Beratung, Behandlung und Nachsorge fokussiert werden.

Informationsflyer des Bundesgesundheitsministeriums

Das BMG hat mit Unterstützung des Fachgremiums mehrere Flyer mit Informationen über Essstörungen für verschiedene Zielgruppen erarbeitet: für Ärztinnen und Ärzte sowie medizinisches Fachpersonal, für Eltern, Angehörige und nahestehende Personen sowie ein Flyer für Lehrkräfte und andere Multiplikatorinnen und Multiplikatoren:

Quelle: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/begriffe-von-a-z/e/essstoerungen.html

 

Konkrete Hilfsangebote bei Essstörungen: